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'Schläft ein Lied in allen Dingen,
Die da träumen fort und fort.
Und die Welt hebt an zu singen,
triffst Du nur das Zauberwort.'
Joseph von Eichendorff


Diese Worte üben auf mich immer wieder einen ganz besonderen Zauber aus.
Magische, verheißungsvolle Worte.
Begeben wir uns auf die Suche nach dem 'Zauberwort', erschließt sich uns die Schönheit in der Welt und inspiriert uns zu eigenem Schaffen.


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Montag, 11. Januar 2016

Aufgetaucht im Januar


So - auch ich bin nun wieder im Alltag angekommen
und gleich ins erste Näh-Abenteuer gestürzt.

Hier darf schon mal gerätselt werden ....


... nur so viel verrate ich - es paßt genau zu 
Traude's neuer Aktion "A New Life"


und diese Initialen stehen zugleich für die Begriffe
Achtsamkeit
Nachhaltigkeit
Lebensqualität

 Ein Thema, das uns ALLE angeht. 
Jeden Einzelnen von uns.

Eine ganz wunderbare Idee, 
denn wenn wir uns nach 
einer besseren, heileren Welt sehnen, 
dann gibt es nur einen Weg dorthin: 
Wir müssen einfach bei uns selbst anfangen. 
In unserer "kleinen Welt". 
Im ganz Alltäglichen. 
Selbst winzige Schritte helfen. 
Wir können nicht darauf warten, 
bis sich irgendwas "von oben" her regelt. 
Veränderungen entwickeln sich immer 
von unten nach oben.

Oft aber fehlen uns dabei Ideen und Zeit 
und wir können nicht schlagartig 
unser komplettes Leben umkrempeln. 
Aber viele von uns haben schon damit begonnen, 
eingetretene Pfade zu verlassen 
und sich auf die Suche nach neuen Wegen begeben. 

Und mit einer solchen Aktion können wir uns auf wunderbare Weise gegenseitig 
inspirieren und voneinander lernen. 
Bewußtsein schaffen.

Also - macht mit - seid dabei - 
am 15. Januar geht's los! 
Es ist ganz einfach  - Traude hat es sehr eingängig 
in Ihrem Ankündigungspost erklärt. 
Dazu gibt es
traumhaft schöne Naturbilder zu bestaunen.

Und nun noch ein kurzer Blick 
auf die rasante Entwicklung meines 
"kleinen Küchenfrühlings".
Wie alles begann, könnt ihr hier lesen und sehen.


 Die Narzissen waren gar nicht mehr zu bremsen
 und brauchen eine paar zusätzliche Zweige als Stütze, 
damit sie nicht umkippen.


Tatsächlich bahnt sich hier 
eine kleine blaue Hyazinthe ihren Weg ans Licht.
Die Schale steckt voller Überraschungen!


So, und jetzt stürz ich mich noch ein bißchen 
ins Nähabenteuer, damit's  rechtzeitig fertig wird.

Samstag, 2. Januar 2016

Blüten im Januar


Dank Beate's Post über ihre wunderhübschen nachhaltigen Primeln wurde ich an etwas erinnert.

Irgendwann in diesem Jahr war es, daß mein lieber Mann die abgeblühte Schale vom Friedhof mitbrachte. Ich wollte sie nicht ausräumen und entsorgen - irgendwie sah sie noch "lebendig" aus. Allerdings ich hab sie dann doch etwas achtlos zur Seite gestellt. Gelegentlich hab ich so im Vorbeigehen nach ihr geschaut; die Grünpflanze lebte noch. Im Herbst dann konnte ich beobachten, daß sich was tut. Nun, über die Feiertage hab ich sie vergessen.

Und jetzt kam Beate's Post vom Bahnwärterhäuschen. 
Da für heute Nacht Frost angekündigt ist, bin ich schnell noch mal rausgelaufen, um nach der Schale zu sehen. 

Ich wollte meinen Augen kaum trauen - 
da lachen mich doch ganz herrliche gelbe Primeln an! 


Die kleinen Narzissen stehen auch schon in den Startlöchern ...


 ... und diese winzigen grünen Spitzen -
es könnten die ersten Traubenhyazinthen werden.
 Der milde Winter hat sie wohl alle
zu früh aufgeweckt und hervorgelockt.


Nun hab ich die Schale ganz schnell hereingeholt 
und auf die Küchenablage gestellt.
Allerdings wage ich es nicht, 
sie jetzt in ein schöneres Gefäß umzupflanzen - 
ich will sie nicht stören.


Hier dürfen die vorwitzigen Zwiebelchen
 nun die wohlige Wärme genießen 
und mich vom Frühling träumen lassen ...

 

Danke Beate für's "erinnern"!

Dienstag, 3. November 2015

Letzter Herbstschmuck


Im späten Herbst, bevor es richtig kalt wird, 
schneid ich die Hagebutten der Kletterrose ab. 


Im Grunde sind die rot-leuchtenden Hagebutten ja ein sehr hübscher, natürlicher Herbstschmuck.
Nur irgendwann werden sie dann doch braun, huzzelig und unansehnlich.
Wenn es dann erst mal richtig kalt ist, bereitet das Schneiden auch kein Vergnügen mehr. Deshalb hab ich es jetzt noch schnell erledigt. Ich hab es allerdings nicht übers Herz gebracht, die immer noch schönen Rosenfrüchte einfach zu entsorgen.



Also hab ich mehrere Bündel gemacht 
und sie an verschiedenen Stellen im Hof aufgehängt ...






... oder besonders schöne Zweige dekorativ drapiert.





So haben wir noch ein paar Tage Freude daran. 
Und wenn sie dann vertrocknet sind, 
brauch ich die Bündel nur abzuhängen 
und in in den Bioabfall zu geben.

Dienstag, 27. Oktober 2015

Unkräuter oder 'Wildkräuter'?

Jetzt kommt die kalte, dunkle Jahreszeit und frisches Grün für den Speiseplan ist rar. Eigentlich ist es nur noch aus dem Gewächshaus oder aus weit entfernten, warmen Regionen zu bekommen. Glaubt man. Aber auch in unseren Breitengraden hat die Natur selbst im Winter Wertvolles zu bieten.
Sicher kennen alle dieses kleine, unscheinbare Kräutlein mit den winzigen weißen, sternförmigen Blüten. Meist wird ihm sogar großes Unrecht angetan. Als unerwünschtes Kraut versucht man es aus dem gepflegten Garten zu verbannen und reißt es als Unkraut gnadenlos aus.

Na, hat sie jemand schon erkannt? 
Es ist die Vogelmiere / Stellaria media 
von der ich hier schreibe.
Hier bei uns nennen wir das Kräutlein auch 'Meierich' 



Die Vogelmiere hat ganz unglaubliche Eigenschaften und Fähigkeiten. Sie ist ein wertvoller Vitamin- und Mineralienlieferant. Sie wächst das ganze Jahr über, auch im Winter, und fast überall. Sogar unter einer Schneedecke kann man herrlich frische, grüne Vogelmiere finden.
Bei mir z.B. wächst sie in fast allen Töpfen und Kübeln, sie ist allgegenwärtig und ich bin richtig glücklich darüber. Beinah das ganze Jahr über kann ich herrliches Grün für die Küche ernten - völlig umsonst und ohne großes Zutun.
Hier ein guter Link mit schönen Photos und interessanten Informationen zu diesem wertvollen Wildkraut. Und da gibts noch ein Video dazu.

Zum Salat, als leckeres Pesto 
oder herzhafter Brotaufstrich
 - die Vogelmiere ist ein absolutes Alround-Talent. 

Ich hab gerade meinen 
Lieblingsvogelmierenbrotaufstrich gemacht!


Eine handvoll Vogelmiere reicht aus. Die gröberen Stiele entferne ich, ansonsten verwerte ich alles - feinere Stiele, Blätter, Blüten und Knospen. Grob zerkleinern. Mehr oder weniger (3-5) hart gekochte Eier kleinhacken. Mit Frischkäse, ein wenig Naturjoghurt und einem Schuß Olivenöl vermischen und pürieren. Abschmecken mit Salz und Pfeffer.


 Hmmmm - total lecker - absolute Suchtgefahr!


Im Kühlschrank hält sich der Aufstrich 
ein paar Tage problemlos
 - aber meist ist er ganz schnell aufgegessen.


 Superlecker auch zu Pellkartoffeln!


Das Rezept stammt von den Siefersheimer Kräuterhexen. Viele zauberhafte Rezepte haben sie in diesem Buch aufgeschrieben. Die Kräuterhexen veranstalten regelmäßig ganz wunderbare Kräuterwanderungen und viele weitere erlebnisreiche Events übers ganze Jahr. Wenn jemand hier aus der Region rund um die Rheinhessische Schweiz kommt - Prädikat absolut empfehlenswert.


Übrigens - wenn ich sehr viel Vogelmiere esse, bekomme ich viel festere Fingernägel. Das liegt an dem hohen Kieselsäuregehalt dieses Kräutleins. Kieselsäure ist ja bekanntlich sehr gut für Haut, Haare und Nägel.

Und wer mit offenen Augen durch die Natur geht, der entdeckt manchmal auch solch verborgene Wesen. Diesen drolligen kleinen Kerl hab ich in einem Treibholzstöckchen gefunden.


Wie lange er da wohl schon wohnt?

Freitag, 9. Oktober 2015

Schicksalsmächte


Urd – die Gewordene, Verdandi – die Seiende und Skuld – die Werdende. So heißen die 3 schicksalsweisen Wesen oder auch Nornen aus der germanischen Mythologie. Auch die Raunenden oder die Vielwissenden. Sie sitzen am Fuß der Weltenesche Yggdrasil am Urdarbrunnen, dem Schicksalsquell. Das Gewordene, das Seiende und auch das Werdensollende oder Werdenwollende wird von Ihnen ständig zu einem Schicksalsfaden verbunden und verwoben.

 
Soweit die Mythologie. 
Mein ganz persönlicher Schicksalsfaden und der mit mir verbundenen Menschen zeigte sich in der jüngsten Vergangenheit als ein sehr brüchiger, dünner Faden – fast wie aus feiner dünner Seide. Man könnte auch sagen, es hing am seidenen Faden, unser Schicksal.
Eine schwere Erkrankung, ein dramatischer Unfall sowie eine folgenschwere Gewalttat hat meine Familie und mein Leben in diesem Sommer schwer erschüttert.
Bis auf zwei ‚Beinahe-Unfälle‘ blieb ich selbst dabei glücklicherweise verschont. Viel Kraft hat es gekostet und einiges braucht auch noch lange, bis es heilt. Aber er ist nicht zerrissen - er hat gehalten, der seidene Faden.

Und wenn dazu auch jüngst ein Abschied-für-immer eine Lücke im Kreis meiner Lieben hinterläßt, so sind es dann doch die wieder an die Oberfläche aufsteigenden Erinnerungen, welche Freude und Dankbarkeit für eine gemeinsame Zeit überwiegen lassen.


Wenn das Schicksal solche schwerwiegenden Ereignisse quasi Schlag auf Schlag bereithält, tauchen unweigerlich Fragen auf.
Fragen nach dem eigenen Schicksal, nach dem Sinn. 
Warum passiert das plötzlich in meinem Leben? 
Was will das Leben von mir? 
Wohin soll der Blick gelenkt werden?
Nein, ich will nicht hadern mit dem Schicksal, das mir gerade mal schwere Zeiten beschert.
Ich spüre auch die Dankbarkeit für das Glück im Unglück, das Vertrauen in die guten Schicksalsmächte.
Bin bereit, auch weiterhin zuversichtlich den Schicksalsfaden aufzunehmen, den die Nornen für mich spinnen und daraus mein ganz individuelles farbenfrohes „Gewand“ zu weben.


Nun ist es Herbst geworden 
und die Rosen sind fast verblüht. 


Kein Grund traurig zu sein, denn alle Kraft steckt jetzt
in den üppigen Früchten. 


Genährt von den unermüdlichen Sonnenstrahlen
eines langen Sommers, 
dem Gesumm emsiger Bienen 
und verträumten hellen, Mondnächten 
drängen sich nun dicht an dicht 
die leuchtend orange-roten Hagebutten.


 Fast wie ein Nachglühen der Hitze des Sommers


Sich den letzten wärmenden Strahlen
der Herbstsonne entgegenstreckend ...


... künden sie schon verheißungsvoll
von neuer Blütenpracht.


Man kann es tatsächlich sehen ...


...  ein Spinnen und Weben ist überall ...


... das Gewordene, 
das Seiende 
und das Werdenwollende ...



Zum Schluß noch eines meiner Lieblingszitate.
Ein Zitat aus dem wunderbaren Film Avatar:
 "Unsere große Mutter zieht keine Seite vor. 
Sie sorgt nur dafür, 
daß das Leben im Gleichgewicht ist." 
(Neytiri zu Jake, nachdem er
zum Baum der Seelen sprach)