Startseite *** *** *** VILLA LILLA und DORNRÖSCHEN *** **** *** DANK

'Schläft ein Lied in allen Dingen,
Die da träumen fort und fort.
Und die Welt hebt an zu singen,
triffst Du nur das Zauberwort.'
Joseph von Eichendorff


Diese Worte üben auf mich immer wieder einen ganz besonderen Zauber aus.
Magische, verheißungsvolle Worte.
Begeben wir uns auf die Suche nach dem 'Zauberwort', erschließt sich uns die Schönheit in der Welt und inspiriert uns zu eigenem Schaffen.


Posts mit dem Label Anleitungen/Zeitschriften/Bücher werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Anleitungen/Zeitschriften/Bücher werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 16. Dezember 2015

Sternenzauber



Eine zarte winterlich-adventliche Bastelei 
will ich heute zeigen.
Man braucht nicht viel dazu:

Eine kleine Sternschablone, 
normales weißes Papier, 
Stanzmotive, 
etwas festere Bügelvlieseline, 
Bleistift und Schere, 
ein Bügeleisen und Silberfaden.


Für die Sternschablone 
hab ich einen Radius von 3,5 cm gewählt. 

Mit der Schablone die Sterne
auf die unbeschichtete Seite der Vlieseline 
zeichnen und ausschneiden. 
Für einen  fertigen Stern braucht man 2 Sterne.



Nun plaziert man sein Motiv 
auf der beschichteten Seite eines Sterns, 
 legt den zweiten Stern darauf und zwar so, 
daß die beschichteten Seiten aufeinander liegen.
Man kann die Motive selber stanzen oder schneiden 
oder auch fertige Streusternchen etc. nehmen.
Ich hab mich für 
Stern, Schneekristall und Schneeflocken entschieden. 
Die Schneeflocken 
sind einfach mit dem Locher ausgestanzt. 
Ich könnte mir auch Federn vorstellen. 
Der Phanasie sind keine Grenzen gesetzt.


 Da die Sterne nie ganz gleichmäßig sind, 
vor dem Zusammenbügeln ausprobieren, 
wie sie am besten aufeinander passen
 Mit dem Bügeleisen 
jetzt ganz vorsichtig kurz darüber bügeln. 
Dann am besten ein Tuch über den Stern legen 
und das ganze richtig mit dem Bügeleisen fixieren. 
Das Tuch deshalb, weil die Vlieseline 
ohne Tuch beim Bügeln leicht braun wird.

Durch das Aufeinanderbügeln 
bekommen die Sterne ihre Festigkeit, 
bleiben aber trotzdem sehr zart und transparent.

 Die Kanten des fertigen Sterns 
sind meist nicht ganz deckungsgleich. 
Deshalb kann man sie jetzt noch 
mit der Schere kurz nachschneiden.


Zum Schluß näht man 
entlang der Kanten mit dem Silberfaden 
und läßt noch genug Faden 
für einen Aufhänger. 
Fertig. 
Natürlich kann man auch 
einen goldenen oder weißen Faden nehmen.
Im Prinzip jede Farbe, die gefällt. 
Ich hab mit der Maschine genäht. 
Wem das zu knifflig ist, 
kann natürlich auch mit der Hand nähen.

Die Sterne sollten so aufgehängt werden, 
daß Licht hindurch fallen kann. Am Besten am Fenster.



Ganz schwierig allerdings war es, 
den Zauber dieser zarten, transparenten Sterne 
mit der Kamera einzufangen. 
Ich hab's  an verschiedenen Stellen versucht.

 Das Auge der Kamera ist bei der Nahaufnahme 
allerdings wesentlich kritischer, als das menschliche Auge 
aus dem normalen Abstand heraus.
Aber sie müssen ja auch gar nicht perfekt sein!




Mit bunten Einlagen sehen sie ebenfalls gut aus 
- hier mit einem roten Sternchen. 


 Auch als kleine Girlande oder in Reihe untereinander sehen sie sehr hübsch aus ...


... am unteren Ende ein kleines Prisma drangehängt und man hat bei Sonnenschein noch ganz zauberhafte Lichtreflexe im ganzen Zimmer.


 Vor dem beleuchteten Spiegel



 In der Nähe einer Lampe


Besonders hübsch find ich sie 
vor einer zarten, weißen Gardine





Diese zarten Sternchen kann man ganz wunderbar 
 auch als Geschenkanhänger benutzen. 

In meine Weihnachtsbriefe an liebe Menschen 
lege ich ein paar Sterne als kleines Geschenk mit hinein 
- die Sterne sind ja federleicht!


Samstag, 28. November 2015

24 Zeitfenster

Morgen zünden wir die 1. Kerze an. 
Adventszeit.


Und für die Zeit vom 1. Dezember bis Weihnachten haben die meisten ganz liebevolle Adventskalender mit süßen Überraschungen oder kleinen Geschenken vorbereitet.

Nun, seit die Kinder aus dem Haus sind, hatten wir immer seltener einen Adventskalender.

Doch für dieses Jahr hab ich eine Idee.

Immer nachmittags setzen wir uns für eine kleine gemütliche Teepause und eine Plauderei zusammen. Warum diese Gelegenheit nicht nutzen für einen ganz besonderen "Adventkalender".
Anstatt ein Türchen oder ein Päckchen zu öffnen, werden wir ein "Zeitfenster" öffnen.

Jeden Tag sich ein paar Seiten oder ein Kapitel aus einem besonders schönen Buch vorlesen.
Sich etwas vorzulesen, empfinde ich als eine ganz besondere Art der Zuwendung. Einer liest vor, der andere hört zu. Wie oft hören wir nur mal wieder halbherzig zu, wenn der Parter uns was erzählt, weil wir vielleicht gerade was ganz anderes im Kopf haben. Sich bewußt gemeinsam einem Thema zuwenden kann ein wunderbares Geschenk sein.
Ich bin sehr gespannt, wie wir diese Zeit des Vorlesens erleben werden.

Ich habe mir dazu das Buch von Gitta Mallasz "Die Antwort der Engel" ausgesucht. Ich hatte es vor ein paar Tagen bereits hier vorgestellt.
Je nach persönlichem Geschmack kann man für solch einen Zeitfenster-Kalender ein besinnliches oder eher fröhliches Buch wählen. Auch Kurzgeschichten sind sicher sehr schön. Möglichkeiten gibt es unendlich viele.

Jeden Tag ein kleines Zeitfenster. 
Zeit füreinander. Zeit miteinander. 
Zeit, um im Vorweihnachtseifer einmal kurz innezuhalten.

Diese absolut beeindruckende Engelskulptur
steht übrigens im Raum der Stille
-St. Katharinen zu Oppenheim

(Von Postkarte abfotografiert)

Ein ganz besonderer Raum,
der zur Stille und Besinnung eingerichtet wurde.
Ein Ort zum Schweigen und zur Ruhe zu kommen. 
Geschaffen wurde die Skulptur
von der Künstlerin Carmen Stahlschmidt.

Wer einmal hier in der Region ist
- ein Besuch ist absolut empfehlenswert.

Auch in diesem Jahr halt ich es wieder sehr schlicht.
Zunächst gibt es als schmückendes Element
nur einen hübsch gezeichneten Kieselstein.


Ich wünsche Euch allen 
eine freudige Adventszeit, 
ebenso Zeit für Ruhe und Besinnlichkeit - 
und wenn es nur ein kleines "Zeitfenster" 
einmal am Tag ist.

Freitag, 27. Februar 2015

Testshirt

Neue Oberteile wünscht sich Frau. Und jede Menge Jerseys warten im Schrank auf ihre Verarbeitung. Einen neuen Schnitt will ich ausprobieren. Der Schnitt ist aus der Burda 2/2010 Modell 112.
Ein sehr einfacher Schnitt: 3 Teile. Vorderteil und Rückenteil mit angeschnittenen legeren Ärmeln und ein Besatzstreifen für den Hausausschnitt. Für den ersten Versuch verwende ich nicht gerade den allerliebsten Stoff. Meine Wahl fiel auf einen leichten braun-cremeweiß-gestreiften Baumwolljersey.
An der Ärmellnaht entstand durch die V-förmig zusammenlaufenden Streifen ein sehr schöner Effekt.
Insgesamt fand ich aber dieses braun-weiß-gestreifte Shirt doch ziemlich langweilig und die Farbe ist für mich auch nicht der Brüller. Obwohl ich braun eigentlich gut tragen kann. Ein Blick in die Restekiste war dann sehr inspirierend.
So bekam der Halsausschnitt eine Einfassung aus dem Pünktchenstoff meines Sommerkleides und ebensolche Bündchen an den Ärmeln.
Aber irgendwie fehlte noch was. Da dieses Shirt ja sowieso quasi ein Probelauf war, könnte ich doch gleich noch ein bißchen mehr experimentieren ....
Lila fand ich auch recht interessant dazu.
Mit Hilfe eine Schablone aus meinem Alabama Stitch Book bekam das Shirt eine lila Blattranke als zusätzlichen Hingucker - also gleichzeitig eine kleine Übung in dieser Technik.
Außerdem habe ich die Ärmel extrem lang zugeschnitten, damit sie sich im Handgelenksbereich richtig raffen. Damit wollte ich einen Pulswärmereffekt erreichen, weil ich ein ziemlich verfrorenes Wesen bin.
Blöderweise kann ich Schnitte nie 1:1 übernehmen. Aufgrund individueller physischer Gegebenheiten muß dieser immer erst einmal angepaßt werden. Ich bin nicht sehr groß (156) und wenn ich auch mit den Jahren etwas fülliger geworden bin, so ist mein Körperbau doch eher zierlich. Das bedeutet, daß die Schnitte im Rückem immer zu lang sind, die Schultern immer zu breit und damit die Halsausschnitte gerne mal zu groß sind. Im unteren Bereich jedoch brauch ich dann eher etwas mehr Weite. Die Sache mit dem Hohlkreuz macht das ganze auch nicht gerade einfacher.

Was im Grunde eigentlich eine simple Sache ist - mal eben ein nettes Shirt nähen - gestaltet sich somit doch immer etwas aufwändiger. Meine angepaßten Schnitte bewahre ich deshalb sehr sorgfältig auf und bleibe dann meist auch bei diesen bewährten Schnitten. Sowieso hab ich mit zunehmendem Alter immer weniger Lust auf komplizierte Schnitte mit vielen arbeitsintensiven Details.

Irgendwie hab ich immer ein Problem mit den Burda-Schnitten. Wenn ich die Größe entsprechend der Maßtabelle wähle, fallen die Teile immer zu groß aus. Das liegt aber vielleicht an den o.g. Gründen. Allerdings kann ich Shirts relativ problemlos kaufen. Die passen doch auch!

Wie geht es den Näherinnen unter Euch mit den Burda Schnitten? 
Welche Erfahrungen habt Ihr?
So bunt ist sicherlich nicht jeder Frau's Geschmack.  Aber ich hab es ja gerne auch farbig - entstanden ist für mich auf jeden Fall ein fröhliches gute-Laune-Shirt!

Donnerstag, 19. Februar 2015

Mieder

Fasching ist jetzt rum - aber geblieben ist eine neue Idee!
So ganz auf die Schnelle hatte ich ja einen schönen, aber ausgemusterten Blazer zum Mieder umgearbeitet. Er war einfach zu eng geworden. Ein Mieder darf ja aber ein bißchen proper sitzen.
Weil es ja eher eine Faschingsaktion war, habe ich auch nicht super sorgsam gearbeitet. Das Prinzipt will ich hier noch mal ein bißchen im Detail zeigen.
Nachdem die Ärmel rausgetrennt sowie Hals- und Armausschnitte angepaßt waren, mußte ich an den vorderen Armausschnitten Brustabnäher anbringen, damit es an den Armausschnitten nicht absteht.
 
 Für die Ausschnitte habe ich 3cm breite Streifen aus Baumwolljersey geschnitten und sie einfach um die offenen Kanten gelegt und geheftet. Mit einem elastischen Stickstich und Stickgarn hab ich sie dann fixiert. Es wurden keine Ränder versäubert, die Jerseystreifen blieben offenkantig.
Damit habe ich ein Element von Alabama stitch aufgegriffen. Mittlerweile besitze ich alle drei bisher erschienenen Bücher von Natalie Chanin. Dieses und dieses und dieses.  Alles wird mit der Hand genäht - und was dabei rauskommt ist zum Niederknien! Die Bücher sind zwar alle nur in englischer Sprache erhältlich, aber es ist gut zu verstehen und durch die phantastische Bebilderung fast selbsterklärend. 
Schon lange will ich das für mich umsetzen. Alabama stitch ist mein Nähprojekt für das Jahr 2015.
 Hier ist schon mal ein kleiner Anfang.

 Der untere Rand des Blazers wurde natürlich auch gekürzt. Dabei hab ich das Futter einfach ein bißchen länger gelassen, damit es unten hervorsteht. Von außen dann die Kurbelspitze mit der Maschine im Zickzack auf die Kante genäht.
 
 
 Die Ansatzstellen sahen aber nicht wirklich schön aus - deshalb wurden sie kurzerhand mit einer kleinen Häkelblüte und einem Glasstein verdeckt. 
War ja nur für Fasching!
 Für ein neues Knopfloch fehlte die Zeit - also einfach einen Knopf auf die falsche Seite genäht und von hinten mit einer Sicherheitsnadel gechlossen ;))
Auf diesem Bild kann man noch die Falte sehen, wo das Revers umgeschlagen war. Zum Ausschnitt anpassen hatte ich also das Revers nach vorne geklappt. 

 Wie gesagt - geblieben ist die Idee. 
 Ich fand es so angenehm, ein 'Mieder' zu tragen. Man könnte auch sagen Weste, aber das trifft es nicht. Denn das Mieder liegt schön an und vermittelt ein ganz besonderes Tragegefühl. Ich fühlte mich einfach 'gehalten' und 'geformt' - in gewisser Weise sehr weiblich. Das ist nicht zu vergleichen mit einem Kleidungsstück, das zu eng ist und überall kneift, wie z.B. zu enge Jeans oder ein anliegendes Shirt, was jedes kleine Pölsterchen auf gnadenlose Weise preisgibt. Das Mieder modelliert, betont und kaschiert gleichzeitig. So habe ich es empfunden.
Das gefiel mir so gut, 
daß ich diese Idee nochmals aufgreifen will 
- etwas sorgfältiger gearbeitet und alltagstauglich.
Denn in meinem Schrank schlummern noch 2 Blazer, die ich nicht mehr trage, aus o.g. Gründen und überhaupt ...
So habe ich schon 2 Nähprojekte für dieses Jahr:
Blazer zu Mieder umarbeiten
Alabama-stitch-Techniken

Mittwoch, 6. Januar 2010

Socken

Bisher war ich nicht unbedingt die Sockenstrickerin - obwohl ich selbstgestricktes für meine Füße liebe. Jetzt allerdings habe ich phantastisch schöne Exemplare in einem Verena-Spezial entdeckt, da bekomme ich wirklich Lust aufs Socken stricken.
Ich werde das Ergebnis dann hier veröffentlichen.

Leider habe ich vor lauter Renovierungsarbeiten im Moment wenig Zeit für meine kreativen Projekte. Aber für ein paar Socken reichts bestimmt!