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'Schläft ein Lied in allen Dingen,
Die da träumen fort und fort.
Und die Welt hebt an zu singen,
triffst Du nur das Zauberwort.'
Joseph von Eichendorff


Diese Worte üben auf mich immer wieder einen ganz besonderen Zauber aus.
Magische, verheißungsvolle Worte.
Begeben wir uns auf die Suche nach dem 'Zauberwort', erschließt sich uns die Schönheit in der Welt und inspiriert uns zu eigenem Schaffen.


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Samstag, 19. November 2011

Erkenntnisse

Also - die Entscheidung ist gefallen - es lebt sich auch sehr gut ohne Counter!
Danke an die lieben Kommentatorinnen - ihr habt im Grunde mein Gefühl bestätigt. Bloggen ist kein Wettbewerb und deshalb finde ich es für mich ausreichend, ab und zu in die Statistik zu schaun. Die Anzeige über die Herkunft der Besucher bleibt - denn das finde ich wirklich interessant.

Ganz doll hab ich mich gefreut über die herzliche Danke-schön-Post von der lieben Carola für eine Strickanleitung. Dein Briefpapier ist sooooo schön - und deine zauberhaften Herbstphotos sind ein ganz besonderes Geschenk.DANKE liebe Carola! Jetzt hoffe ich doch, daß ich demnächst auch das ein oder andere Baby-Strick-Teilchen auf deinem Blog bewundern kann!

Ansonsten bin ich die ganze Zeit über sehr beschäftigt. Mein doch recht umfangreicher Topf- und Kübelgarten mußte eingewintert werden, was immer mit sehr viel Aufwand verbunden ist. Die Töpfe werden dicht zusammengerückt, mit Brettern und Paletten umstellt und dann wird alles mit Laub locker ausgestopft und abgedeckt.Da wir direkt hier vor der Haustür eine Allee mit riesigen Platanen haben, gibt es Laub in Hülle und Fülle - und es kostet nix! Der Wind weht es meist in großen Mengen auf unsere Dach-Veranda. Ich nutze jedes Jahr dieses Laub, um meine Pflanzen draußen einzuwintern. Es funktioniert phantastisch, denn durch das Laubpolster entsteht Wärme und die Pflanzen frieren in ihren Töpfen nicht ein. Obendrauf kommen dann noch ein paar alte Äste oder auch Tannenzweige - je nach dem was ich gerade so habe - damit der Wind das Laub nicht wegpustet. Im geschützten Hofbereich hülle ich die Töpfe einfach in Jute und decke oben mit immergrünen Zweigen ab. In diesem Jahr hatte ich großes Glück, denn in der Nachbarschaft wurde eine riesige Eibe gefällt und ich konnte mich großzügig mit Eibenzweigen eindecken.Jetzt kann der Winter kommen - wir sind gut gerüstet - alles ist gut verpackt und ausreichend Kaminholz ist aufgestapelt.Natürlich habe ich auch unsere gefiederten Freunde nicht vergessen.Für sie wurde ein geschützter Futterplatz eingerichtet. Für die größeren, frecheren eine frei zugängliche Futterstelle und für die kleinen, schüchternen ein etwas verstecktes Plätzchen.
Diese Stelle kann ich im Winter wunderbar von drinnen beobachten.

Und er klopft schon mal sachte an, der Winter - wir hatten diese Woche den ersten Raureif - einfach wunderschön.Tja, ich muß gestehen, wenn ich meine Blog-Aktivitäten so vergleiche mit denen im letzten Jahr - dann bin ich ein bißchen traurig. Dieses 2011, das ich mit so viel Plänen und Enthusiasmus begonnen habe - es hat mich in der Tat schwer gebeutelt. Vieles lief absolut nicht so, wie ich es mir gewünscht und geplant hatte. Es gab und gibt eine Menge unerwartete, unerfreuliche Entwicklungen und Ereignisse zu verdauen. Viel Kraft habe ich dazu gebraucht. Kräfte, die für meine Träume und Pläne dann nicht mehr zur Verfügung stehen.
Die Villa Lilla geht nur sehr langsam voran und zum Bloggen hat es oft auch nicht gereicht.
Nein, ich will mich nicht beklagen - das ist es nicht. Ganz im Gegenteil, denn gerade in diesen schwierigen Zeiten erlebe ich, daß mir Kräfte zufließen - von lieben Menschen um mich herum - durch kleine und und auch größere Gesten, die mir auf unterschiedlichste Weise Unterstützung vermitteln und Mut machen. Wenn ich auch oft müde oder traurig bin - irgendjemand bringt mich doch immer wieder zum Lachen und sorgt dafür, daß ich die Lebensfreude nicht vergesse. Dafür bin ich von Herzen dankbar.
Ich habe beschlossen, nun trotz- und alledem die letzten Wochen dieses Jahres zu genießen. Die Baustellen werden ruhen und das Haus wird schön kuschelig und gemütlich hergerichtet. Plätzchen backen, kleine Geschenke basteln, stricken, häkeln, nach winterlichen Spaziergängen vor dem Kaminofen bei einem knisternden Feuerchen meinen Tee genießen - einfach neue Kräfte tanken und Pläne schmieden. Nix muß perfekt sein, ich erteile dem Advents-Weihnachts-Jahresende-Streß einfach eine ganz deutliche Abfuhr!Und genau das wünsche ich auch Euch allen da draußen - ihr Lieben, laßt euch nicht von diesem Strudel aus Hektik und Perfektionismus erfassen - genießt diese wundervolle Zeit der Zurückgezogenheit, die uns doch eigentlich zur Ruhe kommen lassen soll. Genau wie in der Natur draußen. Alles wird langsamer, ruhiger, gedämpfter und genau in dieser Stille keimt das neue Leben, das dann im Frühling so vielversprechend hervorbricht.In diesem Sinne euch allen ein wunderbar erholsames Wochenende!

Dienstag, 4. Oktober 2011

Endlich ...

... habe ich ihn fertiggestellt - meinen ersten Lace-Shawl.Ich habe ihn letztes Jahr in der Adventszeit gestrickt. Das Muster heißt "Christmas Rose" und ich hatte es bei Unikatissima gefunden. Susann hat es dort als gestrickten Adventskalender bereitgestellt.
Gestrickt habe ich mit Regia Sockenwolle. Die Farbe kommt wie immer leider nicht richtig rüber auf den Photos. In echt ist es ein wunderschönes zartes "Bleu" - zumindest nannte man früher diese Farbe so - ich weiß nicht, ob sich jemand darunter noch etwas vorstellen kann. Hier sieht es leider zu grau aus.Fertiggestrickt und umhäkelt hatte ich den Shawl dann zur Seite gelegt, weil ich irgendwie keine Idee hatte, wie ich dieses lange Teil spannen sollte.
Mit dem Schaumstoffpuzzle ging das jetzt hervorragend und ich habe die letzten sonnig-warmen Tage genutzt, um den Shawl nun zu Ende zu bringen.Was mir aber die Wuttränen in die Augen getrieben hat,
war das:
ein LOCH!!!
Irgendeine kleine Motte hatte einen Weg gefunden und es sich in meinem Shawl gemütlich gemacht. Glücklicherweise war es offenbar nur eine und die war nicht so ganz gefräßig. Also habe ich das Loch mühsam irgendwie wieder geflickt. Es ist nicht so ganz schön geworden, aber beim Tragen fällt es wirklich gar nicht auf.Der Shawl ist enorm lang geworden - 3,40 m ! Ob das so vorgesehen war, weiß ich nicht, vielleicht hab ich ihn auch zu sehr gespannt ... keine Ahnung ... aber er gefällt mir gut und ich bin ganz glücklich mit diesem Erstlingswerk.Wahrscheinlich werde ich in den nächsten Tagen auch die erste Gelegenheit haben, ihn zu tragen, wenn es dann doch sicher herbstlicher wird. Zur Zeit allerdings ist es noch so schön, daß ich jeden Tag schwimmen kann. Ich habe im letzten Jahr damit begonnen, jeden Morgen nachdem ich mit Quax Gassi war, meine ca. 200 - 300 m zu schwimmen. Und zwar direkt hier vor unserer Haustür im Rheinwasser. Ich fordere mich dabei selbst heraus, denn ich versuche so lange wie möglich - d.h. so spät im Jahr wie möglich - diese morgendliche Gewohnheit beizubehalten. Und es geht noch immer. Das Wasser ist jetzt zwar schon deutlich kühler, aber es ist mir immer noch ein Genuß, morgens in dem herrlich frischen Wasser zu schwimmen.

So, und jetzt gehts weiter zum Arbeiten in die Villa Lilla - es tut sich mächtig was - demnächst mehr!

Dienstag, 7. Juni 2011

Simpel

Es gibt sicher phantasievollere, edlere und aufwändigere Tischdeko - aber manchmal fehlt eben die Zeit und dann kann eine sehr einfache Deko auch hübsch aussehen.
Ich mag es gerne farbig und so hab ich mir verschiedenfarbige Kerzen aus dem Drogeriemarkt besorgt und den Rest hat man sowieso im Haus - große Gläser, in diesem Fall Joghurtgläser, bunte Bänder und Schnüre, Wachsklebeplättchen, Deko-Steinchen oder -Sand.
Kerze mit den Wachsklebeplättchen im Glas fixiert, ein paar Löffel Auquaristik-Steinchen hineinrieseln lassen, das Glas mit einem hübschen Band umwickeln und fertig ist das Windlicht.Wenn man den passenden Schraubdeckel noch hat, einfach ein hübsches Bildchen draufkleben und so kann man die Windlichter ganz schnell vor Regen schützen.Ein hübsches Tuch, ein paar bunte Sommerblumen, schönes Geschirr und die Windlichter dazwischen verteilt - so entsteht ganz einfach und schnell eine einladende Tafel, wo es sich an einem Sommerabend draußen gemütlich gemeinsam speisen läßt.Bei uns ist noch so vieles improvisiert - so gar nicht wie auf den stilvollen Bildern in den tollen Journalen - aber Leben findet jeden Tag statt, nicht erst-wenn-dann ...In meinem Kopf habe ich jede Menge Bilder, wie es einmal werden könnte, und doch kann ich sehr gut auch mit all den Unvollkommenheiten leben.
Dabei genieße ich es sogar, jeden Tag neue Ideen zu entwickeln, Geplantes wieder zu verwerfen, unser Zuhause langsam zu er-leben und zu gestalten.
Mitunter bin ich dann ganz erstaunt, was am Ende herauskommt - oft etwas völlig anderes als in meiner ursprünglichen Vorstellung.
Mit den Jahren habe ich gelernt, den Dingen Zeit zu geben und siehe da - es tun sich sehr oft total unerwartete Möglichkeiten auf und neue Räume eröffnen sich.Derweil kann ich dann auch mal den Sonnenschein und ein schönes Essen mit Kindern oder Freunden auf unserer gar nicht stilvollen Veranda genießen!

Mittwoch, 1. Juni 2011

Krähenalarm!

Irgendwie rinnt mir die Zeit im Moment gerade durch die Finger wie Wasser ... deshalb komme ich auch erst heute dazu, ein Ereignis der letzten Woche zu erzählen.

Letzten Montag gab es einen kleinen Auflauf in der Nachbarschaft, weil eine Jungkrähe auf Nachbars Garagendach saß und offenbar nicht mehr wegkam. Eventuell hatte sie sich zu früh aus dem Nest gewagt. Es war ganz klar, daß die junge Krähe die Nacht nicht überleben würde, da sie so hilflos leichte Beute für die freilaufenden Katzen sein würde. Ein Rettungsplan war schnell gefaßt: mittels einer Leiter, einem Tuch und einem Karton wurde die Krähe geborgen und auf unsere Dachveranda verfrachtet. Diese Dachveranda ist sehr groß und vor allem für Katzen nicht erreichbar, trotzdem aber in unmittelbarer Nachbarschaft zum elterlichen Krähennest. Und diese Rabeneltern waren schon den ganzen Nachmittag in hellem Aufruhr aus lauter Sorge um ihre Brut.

Noch am gleichen Abend fing die Jungkrähe an, ihre Umgebung zu erkunden und spazierte munter auf unserer Veranda umher.Dabei wurde sie keinen Augenblick von den Eltern aus den Augen gelassen. Von den großen Platanen ringsumher und den benachbarten Dachgiebeln aus wurde der kleine Rabe unter lautstarkem Gekrächze bewacht. Die Bewachung ging so weit, daß die Rabenelten regelrechte Attacken gegen uns flogen, wenn wir die Veranda betraten oder auch nur Fenster oder Türen öffneten. Sogar auf der Straße vor dem Haus wurde ich lautstark von den Vögeln verfolgt und angegriffen! Da kamen schon Gedanken an Hitchcocks Film "Die Vögel" hoch! Unter diesen Umständen war es wirklich gar nicht so einfach und auch nicht ungefährlich, diese Photos zu machen.

Am nächsten Morgen war die Krähe immer noch da, spazierte weiter munter umher und machte auch immer wieder kleine Flugversuche.
Ich staunte allerdings nicht schlecht, als am Vormittag meine Nachbarin mir ein weiteres Rabenfindelkind brachte, was aus Versehen in ihrer Küche gelandet war!!! Offenbar ein Bruder oder eine Schwester des ersten kleinen Ausreißers. Dieser junge Vogel war allerdings schon etwas pfiffiger und verließ uns sehr schnell wieder über die Verandabrüstung. Ich befürchtete, daß er vielleicht abgestürzt war und eilte schnell nach draußen, um ihn eventuell erneut zu retten. Dies war aber gar nicht nötig, denn er erfreute sich mittlerweile seiner neu erlernten Flugkünste und attackierte am Ufer voller Übermut eine empört schimpfende Nilgans. Und es ist ganz unglaublich - die Rabeneltern verfolgten selbst hier harmlose Spaziergänger!!!

Der kleine Nachzügler auf unserer Dachterrasse allerdings traute sich immer noch nicht. Er fühlte sich offenbar ganz wohl zwischen meinen Blumentöpfen - bis vor unsere Verandatür wagte er sich mutig heran!
Mittlerweile schaffte der kleine Kerl es auch schon auf die Verandabrüstung und sogar auf ein kleines Bäumchen. Einmal konnte ich beobachten, wie der Kleine von einem Elternteil offenbar gefüttert wurde.(dunkler Fleck rechts oben im Bäumchen)


(der dunkle Fleck auf der Brüstung Bildmitte)

Ich selber habe mich ausführlich informiert und NICHT gefüttert, nur Wasser zur Verfügung gestellt. Dies gefiel der kleinen Krähe offenbar so gut, daß sie gleich auch mal ein munteres Bad genommen hat.(rechts unten in der Ecke)Auch am Mittwoch war die Krähe noch unser Gast. Ich konnte fast gar nix anderes tun, als diesen Vogel immerzu beobachten! Ich war fasziniert von dieser "Rabenfamilie" - wie unglaublich wachsam und entschlossen sie ihr Junges begleitet und verteidigt haben.
Am Mittag mußte ich mit unserem Hund Gassi gehen und als ich zurück kam, war die kleine Krähe verschwunden. Ich habe alles abgesucht, aber sie war nicht mehr da. Auch gab es keine Attacken mehr von den Rabeneltern. Trotzdem war ich doch sehr in Sorge um diesen noch so ungeschickten jungen Vogel und wir suchten dann noch die nähere Umgebung ab. Da wir aber weit und breit keine hilflose junge Krähe mehr gefunden haben sind wir überzeugt, daß der kleine Rabe nun doch noch das Fliegen gelernt hat.

In der Vogelwelt hat sich anscheinend herumgesprochen, daß bei uns katzenfreie Zone ist, denn unsere Veranda ist eine richtige Vogel-Kinderstube geworden - für junge Amseln, Rotkehlchen, Rotschwänzchen, Sperlinge - sogar für junge Krähen!Die Photos sind zwar keine Meisterwerke - aber hier war Schnelligkeit wichtiger als großartige Einstellungen auszuprobieren. Insofern bin ich froh, dieses Ereignis überhaupt einigermaßen in Bildern festgehalten zu haben.

Montag, 16. Mai 2011

Rosen im Mai

Nach einem Osterurlaub und einer kleinen Finger-OP melde ich mich wieder zurück. Wie enorm wichtig so ein rechter Zeigefinger ist, merkt man erst mal bei einem Totalausfall eines solchen. Deshalb ist auch das Tippen etwas mühselig und langsam, aber in ein paar Tagen ist wohl alles wieder in Ordnung.
In diesem Frühling, der eigentlich bis jetzt ein Sommer war, sind die Rosen hier sehr früh und fast explosionsartig aufgeblüht.

Die zauberhafte 'Rose Heritage' ...... die kraftvolle 'Augusta Luise' ...... die schüchterne 'Octavia Hill' ......und die elfenhafte 'Fairy'... das betörende Farbspiel der 'Gloria Dei' ...... die strahlend orangefarbene 'Westerland' im Duett mit dem ebenso strahlend blauen Rittersporn...... die einfache Rosa rugosa ... und die ebenfalls zu den Rosengewächsen zählenden 'Brombeeren' mit ihren vielversprechenden Blüten Der Name dieser Schönheit ist mir leider abhanden gekommen - vielleicht Lady Hamilton? - oder kennt jemand ihren Namen?Dieser lustige Geselle ist ein ganz harmloser Pinselkäfer. Er hat eine absolute Vorliebe für die edle 'Winchester Cathedral'... und die 'Kletterrose Amadeus' leuchtet in einem kräftigen rotDies ist eine Auwahl meiner geliebten Rosenkinder. Ich bringe ihnen besondere Dankbarkeit entgegen, da sie mich trotz ihrer sehr bescheidenen Lebensbedingungen - nämlich in Töpfen - schon viele Jahre mit ihrer herrlichen Blütenpracht erfreuen.
So, jetzt gibts wieder öfters neue Nachrichten - besonders ein paar tolle Ideen beim Ausbau der Villa Lilla - ihr dürft gespannt sein!