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'Schläft ein Lied in allen Dingen,
Die da träumen fort und fort.
Und die Welt hebt an zu singen,
triffst Du nur das Zauberwort.'
Joseph von Eichendorff


Diese Worte üben auf mich immer wieder einen ganz besonderen Zauber aus.
Magische, verheißungsvolle Worte.
Begeben wir uns auf die Suche nach dem 'Zauberwort', erschließt sich uns die Schönheit in der Welt und inspiriert uns zu eigenem Schaffen.


Montag, 4. Januar 2016

"Abtauchmodus"


Ja, ich bin immer noch im "Abtauchmodus". 


Solange der Weihnachtsbaum im Zimmer steht - und er steht hier immer bis mindestens zum 6. Januar, dem Dreikönigstag - ist für mich eine besondere Zeit der Ruhe. Na gut, ich genieße den Luxus, keinem Arbeitgeber verpflichtet zu sein. Aber schon als Kind habe ich diesen Zeitraum als eine Phase der absoluten Ruhe und Besinnung erlebt. Rückzug aus dem lauten Alltagsgeschehen. Und dies hat sich bis heute nicht geändert.

Diese "zeitlose" Zeit ist mir besonders kostbar. Es gibt keine festen Regeln im Sinne von "dies muß ich noch erledigen", "daran muß ich unbedingt noch denken" ... alles darf ganz langsam gehen.

Gerade jetzt, wo bei uns hier der Winter quasi ausgefallen ist und auch nicht in Sicht ist, empfinde ich es als wirklich schwer, zur Ruhe zu kommen. Wir brauchen den Rhythmus der Jahreszeiten,  den Rhythmus von Einatmen und Ausatmen. Irgendwie ist die Welt aus dem Takt gekommen. In allen Bereichen.

Selbst die Natur hat kaum eine Atempause. Die ersehnte Ruhe will sich nicht einstellen. Draußen grünt und blüht es munter weiter .... und keine Änderung ist in Sicht. Keine dämpfende, weiße Schneedecke bringt die so dringend benötigte Ruhe. Ich wünschte, wir hätten wenigstens so einen Hauch von Winter. Schon ein bißchen Rauhreif würde mich glücklich machen!
Atempause.
Frieden.
Nach "Innen" gehen.
Aber bei uns hier unten am Rhein ist alles nur naß.
Grau und naß ...

Nun ja, wir haben ja noch den Januar und den Februar - vielleicht hat Petrus doch noch Erbarmen mit uns.

Also, versuch ich es mir trotzdem 
so gemütlich wie möglich zu machen.

Dazu brauch ich den richtigen Rahmen, 
"hüllende" Kleidung.

Ein bequemer, selbstgenähter 
(ist jetzt nicht grad die vorteilhafteste Aufnahme -
aber Selfie im Spiegel ist halt nicht so ganz einfach)

... ein kuscheliger selbstgestrickter Schal 
mit einer schmückenden Häkelblüte ... 


... selbstgestrickte Pulswärmer mit Zopfmuster ...


... und handgestrickte Socken.


Dazu noch ein paar Mußestunden ... 
"das wollt' ich doch schon längst mal machen"  ... 
z.B. ein paar alte Holzkästchen und Schachteln 
mit Serviettentechnik aufhübschen.




Wenn man die Kästchen aufklappt, 
erfreut auch ein hübsches Innenleben.






Die reliefartige Struktur des Holzkästchens
kommt hier zwar durch, aber ich finde das gerade schön.


Laßt es - wenn möglich - langsam angehen 
und macht es euch ordentlich behaglich Drinnen!

Samstag, 2. Januar 2016

Blüten im Januar


Dank Beate's Post über ihre wunderhübschen nachhaltigen Primeln wurde ich an etwas erinnert.

Irgendwann in diesem Jahr war es, daß mein lieber Mann die abgeblühte Schale vom Friedhof mitbrachte. Ich wollte sie nicht ausräumen und entsorgen - irgendwie sah sie noch "lebendig" aus. Allerdings ich hab sie dann doch etwas achtlos zur Seite gestellt. Gelegentlich hab ich so im Vorbeigehen nach ihr geschaut; die Grünpflanze lebte noch. Im Herbst dann konnte ich beobachten, daß sich was tut. Nun, über die Feiertage hab ich sie vergessen.

Und jetzt kam Beate's Post vom Bahnwärterhäuschen. 
Da für heute Nacht Frost angekündigt ist, bin ich schnell noch mal rausgelaufen, um nach der Schale zu sehen. 

Ich wollte meinen Augen kaum trauen - 
da lachen mich doch ganz herrliche gelbe Primeln an! 


Die kleinen Narzissen stehen auch schon in den Startlöchern ...


 ... und diese winzigen grünen Spitzen -
es könnten die ersten Traubenhyazinthen werden.
 Der milde Winter hat sie wohl alle
zu früh aufgeweckt und hervorgelockt.


Nun hab ich die Schale ganz schnell hereingeholt 
und auf die Küchenablage gestellt.
Allerdings wage ich es nicht, 
sie jetzt in ein schöneres Gefäß umzupflanzen - 
ich will sie nicht stören.


Hier dürfen die vorwitzigen Zwiebelchen
 nun die wohlige Wärme genießen 
und mich vom Frühling träumen lassen ...

 

Danke Beate für's "erinnern"!

Donnerstag, 31. Dezember 2015


Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter uns - 
Jahresrückblicke gab es genug.

Laßt uns einfach
vertrauensvoll und freudig in die Zukunft schauen!

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"Wir  b r a u c h e n  nicht so fort zu leben, 
wie wir gestern gelebt haben. 
Macht Euch nur von dieser Anschauung los 
und tausend Möglichkeiten 
laden uns zu neuem Leben ein."

"Unser Begreifen ist Schaffen; 
seien wir doch selig in diesem Bewußtsein."

Christian Morgenstern

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DANKE
an alle meine Leser, 
die mich im vergangenen Jahr 
mit Aufmerksamkeit und vielen netten Worten 
begleitet haben. 
Ich freue mich auf einen regen Austausch 
mit Euch auch im neuen Jahr!

Freitag, 25. Dezember 2015

Frieden auf Erden


 Lukas 2
…Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen. Und da die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Laßt uns nun gehen gen Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der HERR kundgetan hat.…


 Sagte ich schon, daß ich Vögel liebe?







 
 Frohe Weihnacht!

Mittwoch, 16. Dezember 2015

Sternenzauber



Eine zarte winterlich-adventliche Bastelei 
will ich heute zeigen.
Man braucht nicht viel dazu:

Eine kleine Sternschablone, 
normales weißes Papier, 
Stanzmotive, 
etwas festere Bügelvlieseline, 
Bleistift und Schere, 
ein Bügeleisen und Silberfaden.


Für die Sternschablone 
hab ich einen Radius von 3,5 cm gewählt. 

Mit der Schablone die Sterne
auf die unbeschichtete Seite der Vlieseline 
zeichnen und ausschneiden. 
Für einen  fertigen Stern braucht man 2 Sterne.



Nun plaziert man sein Motiv 
auf der beschichteten Seite eines Sterns, 
 legt den zweiten Stern darauf und zwar so, 
daß die beschichteten Seiten aufeinander liegen.
Man kann die Motive selber stanzen oder schneiden 
oder auch fertige Streusternchen etc. nehmen.
Ich hab mich für 
Stern, Schneekristall und Schneeflocken entschieden. 
Die Schneeflocken 
sind einfach mit dem Locher ausgestanzt. 
Ich könnte mir auch Federn vorstellen. 
Der Phanasie sind keine Grenzen gesetzt.


 Da die Sterne nie ganz gleichmäßig sind, 
vor dem Zusammenbügeln ausprobieren, 
wie sie am besten aufeinander passen
 Mit dem Bügeleisen 
jetzt ganz vorsichtig kurz darüber bügeln. 
Dann am besten ein Tuch über den Stern legen 
und das ganze richtig mit dem Bügeleisen fixieren. 
Das Tuch deshalb, weil die Vlieseline 
ohne Tuch beim Bügeln leicht braun wird.

Durch das Aufeinanderbügeln 
bekommen die Sterne ihre Festigkeit, 
bleiben aber trotzdem sehr zart und transparent.

 Die Kanten des fertigen Sterns 
sind meist nicht ganz deckungsgleich. 
Deshalb kann man sie jetzt noch 
mit der Schere kurz nachschneiden.


Zum Schluß näht man 
entlang der Kanten mit dem Silberfaden 
und läßt noch genug Faden 
für einen Aufhänger. 
Fertig. 
Natürlich kann man auch 
einen goldenen oder weißen Faden nehmen.
Im Prinzip jede Farbe, die gefällt. 
Ich hab mit der Maschine genäht. 
Wem das zu knifflig ist, 
kann natürlich auch mit der Hand nähen.

Die Sterne sollten so aufgehängt werden, 
daß Licht hindurch fallen kann. Am Besten am Fenster.



Ganz schwierig allerdings war es, 
den Zauber dieser zarten, transparenten Sterne 
mit der Kamera einzufangen. 
Ich hab's  an verschiedenen Stellen versucht.

 Das Auge der Kamera ist bei der Nahaufnahme 
allerdings wesentlich kritischer, als das menschliche Auge 
aus dem normalen Abstand heraus.
Aber sie müssen ja auch gar nicht perfekt sein!




Mit bunten Einlagen sehen sie ebenfalls gut aus 
- hier mit einem roten Sternchen. 


 Auch als kleine Girlande oder in Reihe untereinander sehen sie sehr hübsch aus ...


... am unteren Ende ein kleines Prisma drangehängt und man hat bei Sonnenschein noch ganz zauberhafte Lichtreflexe im ganzen Zimmer.


 Vor dem beleuchteten Spiegel



 In der Nähe einer Lampe


Besonders hübsch find ich sie 
vor einer zarten, weißen Gardine





Diese zarten Sternchen kann man ganz wunderbar 
 auch als Geschenkanhänger benutzen. 

In meine Weihnachtsbriefe an liebe Menschen 
lege ich ein paar Sterne als kleines Geschenk mit hinein 
- die Sterne sind ja federleicht!


Mittwoch, 9. Dezember 2015

Oh what a wonderful morning!


Ein Blick aus unserem Fenster.

In der Nacht hat es geregnet. 
Wolken am Himmel. 

Ganz plötzlich bricht die Sonne durch eine Wolkenlücke 
und läßt die ganze graue Welt erstrahlen. 


Als ob jemand das Licht angeschaltet hat.

Regentropfen an kahlen Zweigen,
die letzten dürren Blätter
- welch bezaubernde Schönheit.


Mit einer Morgengabe 
tausender funkelnder Diamanten 
hat die Sonne uns heute reich beschenkt.