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'Schläft ein Lied in allen Dingen,
Die da träumen fort und fort.
Und die Welt hebt an zu singen,
triffst Du nur das Zauberwort.'
Joseph von Eichendorff


Diese Worte üben auf mich immer wieder einen ganz besonderen Zauber aus.
Magische, verheißungsvolle Worte.
Begeben wir uns auf die Suche nach dem 'Zauberwort', erschließt sich uns die Schönheit in der Welt und inspiriert uns zu eigenem Schaffen.


Sonntag, 6. Dezember 2015

Advent

Sehr langsam weihnachtet es hier in diesem Jahr, 
aber es wird!


Wenig Worte - viele Bilder


"Die kleine Stadt am Hafen"


Wenn man keine schöne weiße Fensterbank hat, 
tut's auch ein Stück alte weiße Bettwäsche



Holzhäuschen vom Herzallerliebsten
 aus Alt- und Restholz ausgesägt 
und dann unterschiedlich patiniert





Die Gläser 
wurden mit einfachen Scherenschnitten 
und einem Transparentpapierstreifen darüber zu
zart schimmernden weihnachtlichen Leuchten








 Und zum Nikolaustag hab ich mir
passende Pulswärmer gehäkelt


 Nikolina's hab ich sie genannt


... die andere Hand 
hab' ich zum photographieren gebraucht - Lach!

Freitag, 4. Dezember 2015

Apfenzpause - schnief ....

... dieses Wort von Frau Hummel 
hat sich bei mir nun so was von eingenistet 
- wahrscheinlich für alle Zeiten!
Nachdem ich hier vollauf mit der Teilnahme
 an einem kleinen Weihnachtsmarkt der Gemeinde 
beschäftigt war, hatte ich die Apfenzdeko etwas hintenangestellt.


 Ganz schön fleißig war ich, mhm!








 Das kann ich dann ja noch in der 1. Apfenzwoche 
(da ist es schon wieder, tztztz) 
in aller Ruhe machen.

Zuerst hab ich mich um den Hof gekümmert. 
Unser Hof ist nicht wirklich schön 
- sovieles wartet noch, um aus seinem Dornröschenschlaf zu erwachen. 
Also versuche ich einfach, 
von dem noch nicht Schönen etwas abzulenken. 
Ich träume im Winter 
immer von einem Märchenwinterwald 
- und das hier mitten im Rhein-Main-Gebiet ....

Nix desto trotz - man hat eben so seine Träume. 
 Und mit ein bißchen Schnee klappt es tatsächlich!
Allerdings mag ich es auch nicht so hochglanzmäßig.
Es soll einfach, schlicht und natürlich sein.

Und dann kam zuerst ein ganz leiser Schnupfen. 
Nicht so schlimm, denk ich. 
Am Mittwoch Abend wurde es dann schon etwas ernster. 
Ich hatte nach dem Markt gerade alles 
wieder verstaut und aufgeräumt, 
fing meine Stimme an zu schwächeln. 
Heute Nacht ist die die Situation vollends gekippt.
Mitten in der Nacht werd ich wach 
mit den allerfiesesten Halsschmerzen. 
So schlimm wie schon Jahrzehnte nicht mehr. 
Stimme komplett weg, 
Husten, heftigste Kopfschmerzen ... 
weiter muß ich wohl nicht erzählen.

Deshalb hier nur ein paar kleine Eindrücke 
von meinem Adventshof.

 Die Zaunpfosten bekommen 
rote Zipfelmützen aufgesetzt.



 Die Christrosen im Topf blühen 
ganz besonders üppig in diesem Jahr - 
viele Knospen stehen schon in den Startlöchern.



Die alte Werkstatt-Tür - ich mag sie einfach richtig gerne, so verwittert wie sie ist.



Solche rostigen Accessoires passen sehr gut hierher


 Und die Laterne im Hof bekommt ebenfalls
 eine Zipfelmütze und eine dicke rote Kugel dazu.


Unsere Tür am Hauseingang 
hat auch schon bessere Zeiten gesehen
 ... aber es ist wie es ist.
Und wie ihr auf meiner Extraseite nachlesen könnt,
 liegt der Reichtum meiner Villa nicht im Repräsentativen!


Drinnen gibt es leider immer noch nur 4 Adventskerzen.
Vielleicht geht ja zum Wochenende wieder was.

Nun gehts wieder ab auf die Couch.
Euch allen ein wunderschönes 2. Adventswochenende!

Samstag, 28. November 2015

24 Zeitfenster

Morgen zünden wir die 1. Kerze an. 
Adventszeit.


Und für die Zeit vom 1. Dezember bis Weihnachten haben die meisten ganz liebevolle Adventskalender mit süßen Überraschungen oder kleinen Geschenken vorbereitet.

Nun, seit die Kinder aus dem Haus sind, hatten wir immer seltener einen Adventskalender.

Doch für dieses Jahr hab ich eine Idee.

Immer nachmittags setzen wir uns für eine kleine gemütliche Teepause und eine Plauderei zusammen. Warum diese Gelegenheit nicht nutzen für einen ganz besonderen "Adventkalender".
Anstatt ein Türchen oder ein Päckchen zu öffnen, werden wir ein "Zeitfenster" öffnen.

Jeden Tag sich ein paar Seiten oder ein Kapitel aus einem besonders schönen Buch vorlesen.
Sich etwas vorzulesen, empfinde ich als eine ganz besondere Art der Zuwendung. Einer liest vor, der andere hört zu. Wie oft hören wir nur mal wieder halbherzig zu, wenn der Parter uns was erzählt, weil wir vielleicht gerade was ganz anderes im Kopf haben. Sich bewußt gemeinsam einem Thema zuwenden kann ein wunderbares Geschenk sein.
Ich bin sehr gespannt, wie wir diese Zeit des Vorlesens erleben werden.

Ich habe mir dazu das Buch von Gitta Mallasz "Die Antwort der Engel" ausgesucht. Ich hatte es vor ein paar Tagen bereits hier vorgestellt.
Je nach persönlichem Geschmack kann man für solch einen Zeitfenster-Kalender ein besinnliches oder eher fröhliches Buch wählen. Auch Kurzgeschichten sind sicher sehr schön. Möglichkeiten gibt es unendlich viele.

Jeden Tag ein kleines Zeitfenster. 
Zeit füreinander. Zeit miteinander. 
Zeit, um im Vorweihnachtseifer einmal kurz innezuhalten.

Diese absolut beeindruckende Engelskulptur
steht übrigens im Raum der Stille
-St. Katharinen zu Oppenheim

(Von Postkarte abfotografiert)

Ein ganz besonderer Raum,
der zur Stille und Besinnung eingerichtet wurde.
Ein Ort zum Schweigen und zur Ruhe zu kommen. 
Geschaffen wurde die Skulptur
von der Künstlerin Carmen Stahlschmidt.

Wer einmal hier in der Region ist
- ein Besuch ist absolut empfehlenswert.

Auch in diesem Jahr halt ich es wieder sehr schlicht.
Zunächst gibt es als schmückendes Element
nur einen hübsch gezeichneten Kieselstein.


Ich wünsche Euch allen 
eine freudige Adventszeit, 
ebenso Zeit für Ruhe und Besinnlichkeit - 
und wenn es nur ein kleines "Zeitfenster" 
einmal am Tag ist.

Mittwoch, 18. November 2015

Geburtstag im November ...

... das ist nicht mehr wirklich Herbst 
und noch nicht ganz vorweihnachtlich. 
Und in diesem Jahr auch noch nicht richtig Winter.
Eine angemessene schöne Tischdekoration 
sollte mein Herzallerliebster 
zu seinem Geburtstag bekommen.


Mit viel Kerzenschein 
und ganz natürlichen Materialien 
entstand eine angenehme, heimelige 
vorwinterliche Atmosphäre.



 Ein markanter Treibholzast ...


... hübsch gezeichnete Kieselsteine ...



 ... meine geliebten Schneckenhäuser ...



... und Salbeibüschel aus dem Garten.
Mit seiner schönen silbrig-graugrünen Färbung
 paßt der Salbei recht gut zu dieser Jahreszeit
und wirkt noch nicht so weihnachtlich wie Tanne
- finde ich.



Zum Schluß noch ein bißchen Silberfaden.


Nichts hab ich dazu gekauft, alles war vorhanden. 
Ein paar schöne Fundstücke aus der Natur, 
hübsche kleine Gläser für die Teelichter 
hat man eh zuhause
und was der Haushalt sonst halt so hergibt. 
  Alles zum absoluten Nulltarif. 


Bis es dann etwas vorweihnachtlicher wird ...


... hab ich die Tischdeko heute einfach aufgehängt.



An feinen silbernen Fäden 
hängen die kleinen Salbeibüschel
 mit den Schneckenhäusern 
und ein paar echten alten Glasprismen 
an einem besonders schönen Treibholzgeäst
 in Gesellschaft einer Hortensienblüte.

Sonntag, 15. November 2015

Die Antwort der Engel


 "Wir standen ratlos vor einer Welt der Lüge,
 der brutalen Niedertracht und 
dem anscheinenden Sieg des Bösen. 
Aber wir sagten uns, daß der Sinn unseres Lebens 
irgendwo verborgen sein mußte, 
und wir dachten, daß die Hindernisse, ihn zu finden, 
 in uns selbst zu suchen sein."

 Gitta Mallasz


Aus der Einführung zu dem Buch 
"Die Antwort der Engel".

"Das Buch ist ein Dokument. 
Es ist weder Dichtung noch Journalismus, 
sondern ein getreuer Bericht von Geschehnissen, 
die sich während der Jahre 1943 und 1944 
in Ungarn ereigneten.
Der Leser muß es nehmen, wie es ist.
Oder sein lassen."

Ein Buch, das mich seit vielen Jahren begleitet. 
Die Antworten der Engel 
sind immer wieder eine absolute Herausforderung 
und zugleich ein großer Trost.
Die Auseinandersetzung damit
erscheint mir aktueller und wichtiger denn je.

Deckblatt-Text:

"Auf der Suche nach der Wahrheit inmitten einer Zeit des Krieges, der Lüge, des Schreckens und der Not öffnet sich vier jungen ungarischen Menschen plötzlich und unvermutet eine neue Dimension, die sie auf den Weg zu sich selbst führt.
In einem oft unbarmherzig anmutenden Wandlungsprozess enthüllt sich in der "Antwort der Engel" nach und nach der Sinn eines neuen Lebens - ein Leben der Integration und Vereinigung aller Aspekte des Seins, ein Leben der Einswerdung von Erde und Himmel, ein Leben, in dem es des Menschen Aufgabe ist, die Spaltung zwischen Geist und Materie aufzuheben und zur verbindenden Brücke zu werden.
Gitta Mallasz, die das Dokument aufzeichnete, hat als einzige der vier Freunde den Krieg überlebt und weilte bis zu ihren Tod im Mai 1992 in Frankreich."