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'Schläft ein Lied in allen Dingen,
Die da träumen fort und fort.
Und die Welt hebt an zu singen,
triffst Du nur das Zauberwort.'
Joseph von Eichendorff


Diese Worte üben auf mich immer wieder einen ganz besonderen Zauber aus.
Magische, verheißungsvolle Worte.
Begeben wir uns auf die Suche nach dem 'Zauberwort', erschließt sich uns die Schönheit in der Welt und inspiriert uns zu eigenem Schaffen.


Freitag, 9. Oktober 2015

Schicksalsmächte


Urd – die Gewordene, Verdandi – die Seiende und Skuld – die Werdende. So heißen die 3 schicksalsweisen Wesen oder auch Nornen aus der germanischen Mythologie. Auch die Raunenden oder die Vielwissenden. Sie sitzen am Fuß der Weltenesche Yggdrasil am Urdarbrunnen, dem Schicksalsquell. Das Gewordene, das Seiende und auch das Werdensollende oder Werdenwollende wird von Ihnen ständig zu einem Schicksalsfaden verbunden und verwoben.

 
Soweit die Mythologie. 
Mein ganz persönlicher Schicksalsfaden und der mit mir verbundenen Menschen zeigte sich in der jüngsten Vergangenheit als ein sehr brüchiger, dünner Faden – fast wie aus feiner dünner Seide. Man könnte auch sagen, es hing am seidenen Faden, unser Schicksal.
Eine schwere Erkrankung, ein dramatischer Unfall sowie eine folgenschwere Gewalttat hat meine Familie und mein Leben in diesem Sommer schwer erschüttert.
Bis auf zwei ‚Beinahe-Unfälle‘ blieb ich selbst dabei glücklicherweise verschont. Viel Kraft hat es gekostet und einiges braucht auch noch lange, bis es heilt. Aber er ist nicht zerrissen - er hat gehalten, der seidene Faden.

Und wenn dazu auch jüngst ein Abschied-für-immer eine Lücke im Kreis meiner Lieben hinterläßt, so sind es dann doch die wieder an die Oberfläche aufsteigenden Erinnerungen, welche Freude und Dankbarkeit für eine gemeinsame Zeit überwiegen lassen.


Wenn das Schicksal solche schwerwiegenden Ereignisse quasi Schlag auf Schlag bereithält, tauchen unweigerlich Fragen auf.
Fragen nach dem eigenen Schicksal, nach dem Sinn. 
Warum passiert das plötzlich in meinem Leben? 
Was will das Leben von mir? 
Wohin soll der Blick gelenkt werden?
Nein, ich will nicht hadern mit dem Schicksal, das mir gerade mal schwere Zeiten beschert.
Ich spüre auch die Dankbarkeit für das Glück im Unglück, das Vertrauen in die guten Schicksalsmächte.
Bin bereit, auch weiterhin zuversichtlich den Schicksalsfaden aufzunehmen, den die Nornen für mich spinnen und daraus mein ganz individuelles farbenfrohes „Gewand“ zu weben.


Nun ist es Herbst geworden 
und die Rosen sind fast verblüht. 


Kein Grund traurig zu sein, denn alle Kraft steckt jetzt
in den üppigen Früchten. 


Genährt von den unermüdlichen Sonnenstrahlen
eines langen Sommers, 
dem Gesumm emsiger Bienen 
und verträumten hellen, Mondnächten 
drängen sich nun dicht an dicht 
die leuchtend orange-roten Hagebutten.


 Fast wie ein Nachglühen der Hitze des Sommers


Sich den letzten wärmenden Strahlen
der Herbstsonne entgegenstreckend ...


... künden sie schon verheißungsvoll
von neuer Blütenpracht.


Man kann es tatsächlich sehen ...


...  ein Spinnen und Weben ist überall ...


... das Gewordene, 
das Seiende 
und das Werdenwollende ...



Zum Schluß noch eines meiner Lieblingszitate.
Ein Zitat aus dem wunderbaren Film Avatar:
 "Unsere große Mutter zieht keine Seite vor. 
Sie sorgt nur dafür, 
daß das Leben im Gleichgewicht ist." 
(Neytiri zu Jake, nachdem er
zum Baum der Seelen sprach)

Kommentare:

  1. Das Leben wieder ins Gleichgewicht bringen mit Vertrauen und Zuversicht.
    Schön, dass du wieder da bist trotz der Schicksalsschläge." Es ist Herbst und die Blätter fallen und allem gebe ich jetzt einen Sinn", schrieb ich mal. Das wünsche Ich Dir auch, Antje.. Den Sinn suchen in Zeit und Raum, liebste Grüsse, klärchen

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    1. Danke für Deine netten Worte, liebe Claire. Ich bin überzeugt, nichts in dieser Welt ist ohne Sinn - denn was wäre denn die Alternative? Ich finde diesen Gedanken tröstlich, auch wenn ich nicht immer alles verstehe, was mit mir und um mich herum passiert.
      Liebe Grüße Antje

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  2. Wie gut, dass man nicht immer weiß, was das Leben für einen vorbereitet hat. Ich hoffe, du bist mit viel Kraft in diese schwierige Zeit geraten und findest auch jetzt wieder zu viel Kraft. Es begegnen uns ja nicht nur Engel in unserem Leben, die uns stärken. Oh, ja, das Leben ist voller Überraschungen für uns, und wir sollen lesen lernen in diesem Buch unseres Lebens, meistens jedoch zwischen den Zeilen. Da ist es gut in die Natur zu gehen und sich erfrischen zu lassen von ihrer Schönheit, stimmt´s?
    LG
    Angelika

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    1. Liebe Angelika,
      danke für Deine guten Wünsche! Ja, die Natur schenkt uns ihre wundersamen heilenden Kräfte. Ob mit ihrer Schönheit, ihren verborgenen Kräften oder auch mit ihren Botschaften, die uns so viel Weisheit über das Leben vermitteln können - wenn wir denn lernen sie zu lesen und zu verstehen.
      Liebe Grüße
      Antje

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  3. Liebe Antje, auch ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft. Schön, dass dir meine Kolumne im WK gefallen hat. Ich freue mich immer über positive Rückmeldung. Die meisten Leser melden sich nämlich nur, wenn man was falsch gemacht hat. Einen schönen Sonntag wünscht Ute

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  4. Danke liebe Ute für die guten Wünsche! Freu mich jetzt immer auf Deine Kolumne im WK!
    Liebe Grüße Antje

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  5. Liebe Antje, es ist Nacht und ich komme eben von deiner ERSTEN Seite in der ich ein wenig herumstöberte weil mich etwas "wach hielt"; du sieht mich beunruhigt von deinem neuesten Post, noch keine 3 tage ist er her!
    ein Schicksalsschlag, - Unglück - ein verlust hat dich getroffen?!...Nun kann und darf man ja nicht sagen: erzähl...."um dich zu unterstrützen und zu trösten, zu privat sind eigene Schicksalsschlage,Unglücke und Schäden die einen treffen, nichts für alle Ohren, sondern eher nur für private und ganz intime Freunde.
    Das Bloggerleben schafft es dass viele zusammenrücken, sich kennenlernen als säße man sich nach einiger zeit gegenüber zum plaudern und austauschen und so möchte ich dir heute sagen, in diesen beunruhigenden Nachrichten über Geschehenes steckt dennoch deine Kraft es zu schaffen was dich verstörte und traf.
    ich hoffe dein Leben ist nach allem bald wieder im Gleichgewicht, meine besten Wünsche dazu fliegen zu dir....
    herzlichst Angelface....
    und ein Wort zu den prächtigen Farbkompositionen deiner wunderschönen Rosensträuche, und Hagebutten die uns so fröhlich und leicht anzulächeln scheinen, sie sind eine Wohltat für das Auge jetzt wo der Herbst sich fast schon dem Ende zuneigt und das lange Grau beginnt, ich werde lange darauf schaun und davon zehren...

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  6. Liebe Angel,
    danke für Deine herzlichen, anteilnehmenden Worte und ermutigenden Wünsche. Tatsächlich kann man sich auch über das Internet nahe kommen. Und so fänd ich es wirklich schön, mit Dir bei einer Tasse Tee ein bißchen zu plaudern... wer weiß, so weit entfernt voneinander sind wir ja glaub ich gar nicht ...
    Es freut mich, daß Du soviel Freude an den farbenprächtigen Bildern hast! Ich glaub, die Natur entfacht dieses Feuerwerk der Farben im Herbst tatsächlich deshalb, damit wir uns mit diesen Eindrücken besser durch die dunklere Zeit bis zum nächsten Frühling träumen können!
    Herzlichst Antje

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  7. liebe antje! was für ein poetischer post! ich mag besonders dass du die nordischen sagen zitierst - die sind mir sehr nahe.
    ich habe dich schon sehr vermisst und nun weis ich wieso du dich rar gemacht hast. ich finde es ganz hervorragend wie du mit den "schicksalsschlägen" (sind es denn schläge? oder eher hinweise? einfach die vielfältigkeit des lebens????) umgehst. ändern können wir ja oft nichts - aber unsere perspektive auf die dinge können wir sehr wohl bestimmen!
    auf deine hagebutten wäre der liebe man ganz neidisch - er liebt hagebuttenmarmelade! :-)
    beate - die hofft jetzt wieder öfter von dir zu hören! besuche dich gern in deiner villa lilla und mein salon steht dir immer offen ;-)
    xxxxx

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    1. Danke für Deine verständnisvollen Worte, liebe Beate. Ich bin ganz sicher - allein unsere Sicht auf die Ereignisse unseres Lebens entscheidet über Glück und Unglück, Sinn und Unsinn. Eine echte Herausforderung und zugleich die größte Chance!
      Hast du schon mal Hagebuttenmarmelade gemacht? Muß eine abartige Arbeit sein!
      Liebe Grüße
      Antje

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    2. :-)
      deswegen mache ich keine! er hat sich grad welche gekauft. zum glück!
      xxxxx

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  8. Hallo Antje,
    bei mir klopft das Schicksal zur Zeit auch heftig an und bringt Lebensprüfungen, mit denen ich nicht gerechnet habe. Mein liebster Mann schwindet krankheitsbedingt dahin und jeden Tag wird das, was ich einst so an ihm liebte, weniger.
    Aber manche Dinge kann man nicht ändern, es bleibt nur, das Beste daraus zu machen und das eigene Schicksal anzunehmen.
    Viele Grüße,
    Anette

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    1. Ja, liebe Anette, es kommt tatsächlich immer anders als man es sich denkt ....
      Ich wünsche Dir viel Kraft für diese schwere Zeit. Und wie auch immer - die Liebe bleibt!
      Liebe Grüße
      Antje

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